Allgemein

Endteufe erreicht – Start des Testprogramms

Nachdem die erste der beiden Geothermiebohrungen am Kraftwerk Geiselbullach ihre Endteufe erreicht hat, wird die Amperland Thermalwärme GmbH das Testprogramm freigeben. Im Rahmen dieser Tests wird überprüft, ob die Bohrung genügend Wasser mit einer ausreichenden Temperatur liefert. Ferner werden Wasserproben entnommen, um die Eignung der Thermalwässer für ihre Nutzung innerhalb der Fernwärmesysteme am Standort beurteilen zu können. Die grundsätzliche Wasserqualität des Malm-Grundwasserleiters im nördlichen Raum von München ist sehr hoch. Zu Beginn der Tests kann das Wasser zunächst eine leichte Trübung aufweisen, die durch feinste Gesteinsbruchstücke verursacht wird. Es wurden große offene Speicher neben dem Bohrplatz errichtet, in denen das analysierte und abgekühlte Thermalwasser vor der Einleitung in die Kläranlage des Amperverbands beruhigt wird und sich Schwebstoffe absetzen können.

Bedingt durch die Temperaturen des Thermalwassers, die oberhalb von 70 Grad Celsius liegen, kann bei den Tests Wasserdampf entstehen, der als weiße Schwaden an den Becken auf dem GfA- Betriebsgelände sichtbar wird. Dieser Wasserdampf ist mit dem Dampf in Thermalbädern vergleichbar, enthält keinerlei gesundheitsgefährdende Stoffe und hat keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Die zuständigen Behörden sind zudem eingebunden und haben für die Tests eine amtliche Freigabe erteilt. Für diesbezügliche Fragen steht die Amperland Thermalwärme GmbH selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Read More
Allgemein

In nur 8 Tagen in 800 Meter Tiefe

In nur 8 Tagen in 800 Meter Tiefe

Unsere Bohrarbeiten kommen sehr gut voran: Nur acht Tage hat das Bohren des sogenannten „Topholes“, also des oberen Abschnitts unserer ersten geothermischen Bohrung, gedauert. Im nächsten Schritt haben wir mit der Montage der Verrohrung in 800 Meter Tiefe begonnen.

Worüber wir ebenso glücklich sind: Etwa die Hälfte des anfallenden Bohrguts, das beim Bohren des oberen Abschnitts angefallen ist, konnte direkt in der Müllverbrennungsanlage auf unserem Gelände verwertet werden. Ein großer Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit bei geothermischen Tiefbohrungen. Vielen Dank an alle, die uns dabei geholfen haben, so weit zu kommen.

Read More
Allgemein

Bohrbeginn in Geiselbullach

Bohrbeginn in Geiselbullach

orangene Bohranlage

Das Geothermie-Projekt „Amperland Thermalwärme“ ist in seiner entscheidenden Phase angekommen: Auf dem Gelände des Heizkraftwerks in Olching-Geiselbullach haben die Bohrarbeiten begonnen. Das große Ziel ist, das heiße Thermalwasser in rund 1700 Metern Tiefe zu erschließen und für die Wärmeversorgung der Region zu nutzen. 

Nach der Freigabe der Bohranlage durch Bergamt und TÜV haben nun die Arbeiten an der ersten geothermischen Tiefbohrung in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau begonnen. Die Amperland Thermalwärme GmbH rechnet mit der Fertigstellung der ersten von zwei Bohrungen im Laufe des Monats März. Bei einer erfolgreichen Fündigkeit wird die Bohranlage versetzt und es folgt die zweite Bohrung der geothermischen Dublette. 

Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Bohranlage vollständig mit klimaneutralem Strom aus der GfA betrieben wird. Darüber hinaus wird das bei der Bohrung anfallende Material – im Fachjargon Bohrklein genannt – nahezu vollständig regional entsorgt beziehungsweise verwertet. Durch den Verzicht auf lange Transportwege wird der CO₂-Fußabdruck des Projekts deutlich reduziert.

Die erwartete thermische Leistung von mehr als 10 Megawatt schafft die Grundlage für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes in der Region und wird die nachhaltige und klimaneutrale Wärmeversorgung in der Region dauerhaft sichern.

Read More
Allgemein

Feierliche Meißelweihe

Feierliche Meißelweihe am Barbaratag

Personengruppe posiert für Foto

Am Barbaratag, 4. Dezember 2025, haben wir unsere Meißelweihe gefeiert. Dieses Ritual markiert den symbolischen Start unserer Bohrarbeiten, die im Januar 2026 beginnen sollen.

Der Barbaratag besitzt in der Welt des Bergbaus eine lange Tradition. Schon seit dem Mittelalter gilt die Heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute, Tunnelbauer und aller anderen Beschäftigten im Untergrund. Auch die moderne Geothermie steht in dieser Tradition.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, der als Ehrengast zu unserer Meißelweihe gekommen war, würdigte die Amperland Thermalwärme als Vorzeigeprojekt und als wichtigen Baustein für die Energieversorgung der Zukunft. „Sie nutzen hier eine große Chance auf vorbildhafte Art und Weise“, sagte Glauber. „Die Einbindung einer Geothermie-Anlage in die bestehende Wärmeversorgung des Abfallheizkraftwerks macht das gesamte System effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger“, sagte Glauber im Beisein der beiden Landräte von Fürstenfeldbruck und Dachau, Thomas Karmasin und Stefan Löwl.

Gesegnet wurde der Meißel im Anschluss vom Leiter des katholischen Pfarrverbandes Bergkirchen-Schwabhausen, Pfarradministrator Georg Böckl-Bichler, und vom evangelischen Pfarrer Frank Krauss aus Olching. „Dieser Meißel steht für Mut. Für den Mut, tiefer zu gehen. Für den Mut, Energie zu erschließen, die Generationen dienen kann. Für den Mut, Verantwortung zu übernehmen – nicht oberflächlich, sondern tiefgründig“, sagte Krauss.


Derzeit laufen auf unserem Bohrplatz noch die Vorbereitungen, damit in den kommenden Wochen die tonnenschwere Bohranlage errichtet werden kann. Damit wollen wir uns im neuen Jahr mehr als 2.000 Meter in die Tiefe arbeiten, wo wir rund 70 Grad heißes Thermalwasser vermuten. Dieses Wasser soll unsere geplante Geothermie-Anlage betreiben, die möglichst schon Anfang 2027 mit der Wärmelieferung beginnen soll.

Read More
Allgemein

Spatenstich für einzigartiges Geothermie-Projekt in Geiselbullach

Spatenstich für einzigartiges Geothermie-Projekt in Geiselbullach

Baustelle im Regen
Personen vor der Karte
Spaten im Vordergrund vor den Roll-Ups
Sieben Männer mit Spaten vor einem Erdhaufen

© ATW

Mit dem feierlichen Spatenstich in Geiselbullach haben wir den Bau einer deutschlandweit einzigartigen Geothermie-Anlage gestartet. Erstmals wird die thermische Abfallverwertung mit Geothermie kombiniert, um die regionale Fernwärmeversorgung klimaneutral auszubauen.

Mit einem feierlichen Spatenstich haben wir am 5. September offiziell den Bau des Bohrplatzes für unsere Geothermie-Anlage im Olchinger Ortsteil Geiselbullach begonnen. Auf dem Gelände des Gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) der Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck entsteht damit ein bundesweit einmaliges Vorhaben: Erstmals wird die thermische Abfallverwertung mit Geothermie kombiniert, um die regionale Fernwärmeversorgung klimaneutral auszubauen.

Für die Abteufung der Dublette wurde mit der Firma Daldrup & Söhne AG ein erfahrener Partner gewonnen, der bereits in unmittelbarer Nachbarschaft erfolgreich ähnliche Projekte umgesetzt hat. Trotz wechselhaften Wetters konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden, darunter Landrat Stefan Löwl, der stellvertretende Landrat Dr. Michael Schanderl sowie viele Bürgermeister und Vertreter aus den beiden Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck. Sie alle griffen selbst zum Spaten und unterstrichen damit ihre Unterstützung für dieses zukunftsweisende Projekt.

 Ein besonderer Dank gilt auch den Partnern GEOS, Watson Farley & Williams, Wolfgang Alt sowie dem Team der GfA, die die Amperland Thermalwärme GmbH auf dem weiteren Weg begleiten werden. Gemeinsam mit allen Unterstützern blickt das Unternehmen voller Zuversicht auf die nächsten Projektschritte und setzt mit der Geothermie-Anlage in Geiselbullach einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und unabhängigen Wärmeversorgung in der Region.
Read More
Allgemein

Bohrunternehmen steht fest

Bohrunternehmen steht fest

Bohrturm auf dem Bohrplatz

Wir haben die Daldrup & Söhne AG beauftragt, ab Herbst 2025 zwei Tiefengeothermiebohrungen am Heizkraftwerk Geiselbullach bei Olching durchzuführen. Die Bohrlängen betragen rund 2.430 m und 3.300 m. Voraussichtlich finden die Bohrarbeiten von Dezember 2025 bis Mai 2026 statt.


Die Pressemitteilung vom 25.08.2025 finden Sie hier auf der Seite der Daldrup & Söhne AG unter Mitteilungen.

Read More
Allgemein

Informationsveranstaltung zur Geothermie am 10. April 2025

Informationsveranstaltung zum Geothermie-Projekt am 10. April 2025

Olching-Geiselbullach - Die „Amperland Thermalwärme“ zählt zu den interessantesten und wichtigsten Energieversorgungsprojekten, die es derzeit im Münchner Nordwesten gibt: Auf dem Gelände des Heizkraftwerks in Olching-Geiselbullach plant das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft (GfA) der Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck eine Geothermie-Anlage, die regionale, brennstoffunabhängige Wärme liefern soll. Eine Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger zum Geothermie-Projekt „Amperland Thermalwärme“ fand am Donnerstag, 10. April 2025, statt.

Von der Wirkungsweise der Geothermie bis zu den Besonderheiten der Bohrtechnik

Von 16.30 bis 19 Uhr beantworteten an diesem Tag mehrere Fachleute die Fragen der Besucherinnen und Besucher. An mehreren Ständen gab es dort umfassende Informationen: von der allgemeinen Wirkungsweise der Geothermie bis zu den Besonderheiten der aufwendigen Bohrtechnik.

Fachleute beantworten Fragen auch bei Energiemesse Maisach und FFB-Schau

Wer am Donnerstag, 10. April 2025, keine Zeit für einen Besuch auf dem GfA-Gelände hat, findet die Expertinnen und Experten des Geothermie-Projekts „Amperland Thermalwärme“ auch bei der FFB-Schau vom 16. bis 18. Mai 2025.

Read More
Allgemein

GfA erhält Aufsuchungserlaubnis

GfA erhält Aufsuchungserlaubnis "Geiselbullach"

Das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau (GfA) hat die Erlaubnis erhalten, im Raum Geiselbullach nach Erdwärme zu suchen. Das Unternehmen, welches bereits heute die Stadt Olching, die Gemeinde Bergkirchen und umliegende Gewerbegebiete mit Fernwärme aus der Abfallverbrennung versorgt, reagiert damit auf die Forderungen des Bayerischen Klimaschutzgesetzes vom 23. Dezember 2022. Den gravierenden Bedrohungen durch den Klimawandel können seit Inkrafttreten dieses Gesetzes auch Landkreise als Erzeuger erneuerbarer Energien entgegentreten.

Der vom Menschen verursachte Klimawandel gefährdet nicht nur unsere unmittelbare Umwelt, sondern auch die Gesundheit sowie den Wohlstand und Frieden der Völker. Aus diesem Grund hat der Bayerische Landtag am 23. Dezember 2022 das Bayerische Klimaschutzgesetz erlassen, welches entschiedene Anstrengungen zur Eindämmung der Ursachen und Folgen des Klimawandels fordert. Gleichzeitig ermöglicht das Gesetz den Bayerischen Landkreisen, die Produktion erneuerbarer Energien in die eigenen Hände zu nehmen.

Die GfA als regionaler Energieversorger der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau

Das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau (GfA) weist hierfür ideale Strukturen auf. Bereits heute werden die Stadt Olching, die Gemeinde Bergkirchen und umliegende Gewerbegebiete mit Fernwärme aus der Abfallverbrennung versorgt. Im Geschäftsjahr 2021 konnten gut 87.000 MWh Wärme und 56.000 MWh Strom aus der thermischen Verwertung von rund 120.000 Tonnen festen Siedlungsabfällen gewonnen werden. Das Unternehmen betreibt seit 1983 das Kraftwerk in Geiselbullach und eine Deponie in Jedenhofen. Nun soll mit der Geothermie ein weiteres Standbein hinzukommen.

Wärmeschatz in Bayern – das Potenzial der hydrothermalen Geothermie

Unterhalb des Erlaubnisfelds in Geiselbullach liegt der sogenannte Malm-Aquifer des Oberjuras, eine wasserführende Kalksteinschicht, die im Raum München bereits seit über 20 Jahren für die Fernwärmeversorgung genutzt wird. Unterhalb der GfA liegt dieses Reservoir von heißem Tiefenwasser rund 2.000 Meter tief und weist Temperaturen von etwa 73 Grad Celsius auf. Über eine Förderbohrung kann das heiße Wasser an die Oberfläche gebracht werden. Über einen Wärmetauscher übergibt es seine Energie an ein Fernwärmenetz und wird anschließend abgekühlt in die Entnahmeschicht zurückgeführt. Hier erwärmt es sich erneut. Die Geothermie ist eine regenerative, grundlastfähige, klimafreundliche und regionale Energiequelle, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich ist.

Auf dem als Industriegebiet klassifizierten Grundstück der GfA sind die Voraussetzungen für geothermische Bohrungen und den Betrieb eines Geothermiekraftwerks ideal. Durch die bestehende Abfallverbrennung liegt ein umfassendes Sicherheitskonzept bereits vor: beispielsweise für den Schutz und die Überwachung des Grundwassers oder eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Anlage. Auch kann für die Bohrungen Strom aus eigener Produktion verwendet werden. Die Geothermie birgt wiederum das Potenzial den Energiestandort Geiselbullach aufzuwerten. So ist beispielsweise eine höhere Unabhängigkeit der Fernwärmeversorgung von Brennstoffen, ein erhöhtes und abgesichertes Wärmepotenzial sowie eine effizientere Gestaltung der Versorgungsinfrastruktur möglich.

Read More
Allgemein

Kreistage stimmen der atw-Gründung zu

Kreistage stimmen atw-Gründung zu

Die Kreistage in Dachau und Fürstenfeldbruck haben der Gründung der "Amperland Thermalwärme GmbH" (atw) zugestimmt. Die 100 %-ige Tochter des Gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) wird das Geothermieprojekt am Standort realisieren. So wird die klare Trennung zwischen Geothermie und Abfallentsorung - und damit den Abfallgebühren - gewährleistet.

Die GfA, das Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau, hat sich als wichtiger regionaler Energieversorger etabliert. Es versorgt bereits heute die Stadt Olching, die Gemeinde Bergkirchen sowie benachbarte Gewerbegebiete mit Fernwärme aus der Abfallverbrennung. Im Jahr 2021 wurden dabei rund 87.000 MWh Wärme und 56.000 MWh Strom durch die Verbrennung von etwa 120.000 Tonnen Siedlungsabfällen gewonnen. Seit 1983 betreibt die GfA ein Kraftwerk in Geiselbullach sowie eine Deponie in Jedenhofen.

Potenzial der Geothermie im Raum Bayern

Nun soll die Energieversorgung durch den Einsatz von Geothermie erweitert werden. In Geiselbullach liegt in einer Tiefe von etwa 2.000 Metern der Malm-Aquifer, eine wasserführende Kalksteinschicht, die in der Region München bereits zur Fernwärmeversorgung genutzt wird. Hier kann das heiße Wasser, das Temperaturen von etwa 73 Grad Celsius erreicht, durch Bohrungen an die Oberfläche gefördert werden. Über Wärmetauscher wird die Energie des Wassers an das Fernwärmenetz abgegeben, bevor es abgekühlt wieder in die Erdschicht zurückgeführt wird. Geothermie ist eine nachhaltige und klimafreundliche Energiequelle, die als nahezu unerschöpflich gilt.

Ideale Voraussetzungen am Standort Geiselbullach

Der Standort der GfA bietet ideale Bedingungen für geothermische Bohrungen, da bereits ein Sicherheitskonzept durch die bestehende Abfallverbrennung vorhanden ist. Strom aus der eigenen Produktion kann für die Bohrungen verwendet werden. Durch die Geothermie könnte die Fernwärmeversorgung unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden, und das Wärmepotenzial sowie die Effizienz der Versorgung könnten gesteigert werden.

Read More
Allgemein

Amperland Thermalwärme eingetragen

"Amperland Thermalwärme GmbH" ins Handelsregister eingetragen

© GfA

Die Amperland Thermalwärme GmbH wurde im August offiziell ins Handelsregister eingetragen und wird ab sofort die Hauptverantwortung für das Geothermieprojekt in Geiselbullach übernehmen. Dieses Projekt ist ein bedeutender Schritt für die regionale Energieversorgung und baut auf der erfolgreichen Arbeit der GfA (Gemeinsames Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau) auf. Die GfA betreibt bereits seit 1983 eine Abfallverbrennungsanlage in Geiselbullach, die die umliegenden Gemeinden, wie Olching und Bergkirchen, mit Fernwärme versorgt.

Das Potenzial der Geothermie in Geiselbullach

Das Geothermieprojekt nutzt das enorme Potenzial des Malm-Aquifers, einer wasserführenden Kalksteinschicht, die sich in einer Tiefe von etwa 2.000 Metern unterhalb des Standorts Geiselbullach befindet. Mit Temperaturen von rund 73 Grad Celsius ist das hier erwartete Tiefenwasser ideal, um dessen Wärme für die nachhaltige Fernwärmeversorgung zu nutzen. Ähnliche Geothermieprojekte werden im Raum München bereits seit über 20 Jahren erfolgreich eingesetzt.


Aktueller Stand der Projektvorbereitung

Die Vorbereitungen für das Geothermieprojekt verlaufen weiterhin planmäßig. Der Hauptbetriebsplan ist in Arbeit, und auch die Bohrverträge befinden sich in der finalen Phase. Es wird erwartet, dass die Tiefbohrungen, die zur Erschließung des heißen Wassers notwendig sind, im kommenden Jahr beginnen. Diese Bohrungen sind ein wesentlicher Schritt, um die Wärmeenergie an die Oberfläche zu fördern und in das bestehende Fernwärmenetz der Region einzuspeisen.

Klimafreundliche und effiziente Energieversorgung

Durch den Einsatz von Geothermie wird die Region langfristig von einer klimafreundlichen und grundlastfähigen Energiequelle profitieren, die als nahezu unerschöpflich gilt. Die vorhandene Infrastruktur der GfA bietet hervorragende Bedingungen für die Realisierung des Projekts, da umfassende Sicherheits- und Überwachungskonzepte bereits etabliert sind. Dazu gehören etwa der Schutz des Grundwassers und die ständige Überwachung der Anlage.

Zukunftsperspektiven für die Region

Die Geothermie könnte den Energiestandort Geiselbullach erheblich aufwerten, indem sie die Fernwärmeversorgung unabhängiger von fossilen Brennstoffen macht und das verfügbare Wärmepotenzial deutlich erhöht. Dies würde die Effizienz der Versorgungsinfrastruktur weiter steigern und zur langfristigen Stabilität der Energieversorgung in der Region beitragen.

Read More